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Gemeinsam lernen und sich entwickeln

Unsere Schule ist ein gemeinsamer Lernort für Schüler, Eltern und Pädagogen. Wir sind ein Teil unserer Gesellschaft und bilden eine lernende Gemeinschaft. Uns ist es wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler selbstbewusst und achtungsvoll miteinander lernen. Das Erleben verstanden zu werden und die Kraft des eigenen Verstehens zu erleben stehen für uns im Zentrum. Bis dies gelingt, kann es ein langer Weg sein. Daran arbeiten wir täglich gemeinsam.

Unterstützt werden wir dabei auch von externen Partnern. Unsere aktive gemeinsame Arbeit am pädagogischen Konzept der Schule sowie unsere Schule als Gestaltungsort des gesamten Schultages sind dafür die Bedingungen. Die Gemeinschaftsschule Wenigenjena ist eine staatliche Schule, an der alle Abschlüsse erworben werden können. Im Schuljahr 2016/2017 lernen 230 Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1-3 und 5-7 sowie in einer Sprachklasse.

Grundlegende pädagogische Ziele

Wie lernt ein Kind? Eine einfache Frage. Remo Largo stellt sie (Lernen geht anders, 2010). Er ist überzeugt, dass trotzdem alle Pädagogik noch nicht wirklich beim Kind angekommen ist.

Worauf kommt es beim Lernen an? Eine schwierigere Frage. Peter Fauser stellt sie (Lernen als innere Wirklichkeit, 2003). Er ist überzeugt, es kommt auf das individuelle Verstehen und Verstanden werden an.

Für uns sind es die richtigen Fragen. Wir möchten mit unserer Schule einen Ort des Lernens entwickeln, an dem Lehrer und Eltern gemeinsam ihr Handeln an diesen Fragen ausrichten. Antworten entstehen durch Herausforderungen, Beobachtungen und Gesprächen mit den Kindern, Beratungen mit anderen Lehrern, Eltern und Experten. Sie entstehen vor allem durch Zuwendung, Versuche, Irrtümer, Korrekturen und Wissen. Sie entstehen durch Verstehen und Nichtverstehen.

Kinder brauchen Lern- und Erfahrungsräume, in denen sie an ihr bisheriges Verstehen und Handeln anknüpfen können und darüber hinaus geführt werden. Ihnen muss das Ziel des Lernens bekannt sein und sie müssen dafür praktisch handeln können. Das ist die Voraussetzung für eine aktive Verantwortung von Schülern und Lehrern beim Lernen und für eine „Entwöhnung“ von einer passiven Haltung in der Schule.

Eine aktive Rolle der Schüler gelingt, wenn Pädagogen lernen, das Verstehen anderer zu verstehen. Dieses Verstehen zweiter Ordnung ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Basis der Schule. Diese Fähigkeit ist die professionelle Kompetenz zur Frage von Largo: Wie lernt dieses Kind? Es ist die Fähigkeit, Widerstände beim Lernen der Schüler zu erkennen, sie verstehen zu wollen und sie auch verstehen zu können. Es ist die Fähigkeit, führend in das Lernen der Schüler einzugreifen, ohne ihnen die aktive Rolle und Verantwortung zu entziehen.

Für Schüler wird es immer wieder schwierig, herausgefordert zu werden, aber immer mit dem Ziel, dass Sie danach etwas gelernt und verstanden haben. Dabei ist es egal, ob sie männlich oder weiblich sind, in Jena oder an einem anderen Ort dieser Welt geboren wurden, in ganz kleinen oder sehr großen Familien leben, besser mit Bildern oder beim Bewegen lernen, gern Milch trinken oder eine besondere Ernährung benötigen, sehr gut sehen können oder zum Sehen auch die Hände benötigen, scheinbar normal oder einfach besonders sind.

Ihr Lernen und Verstehen wird in einer Gemeinschaft möglich sein, die alle achtet.